Quelle:hnb-verlag
Baden-Baden,deine Mystik ist die Eleganz - Ein etwas anderer
Bildband
In einem neuen Text-Bildband begibt sich die Autorin auf einen
Sparziergang durch Baden-Baden und schafft die Begegnung zwischen der
Sommerhauptstadt Europas und der Bäderstadt heute. Das Buch zeigt in
beeindruckenden Bildern das mediterrane Flair, die monumentalen Bauwerke
und historische Plätze der Stadt, erzählt zusammengefasst die
dazugehörige Historie der zum Teil 2000 jährigen Geschichte und nimmt
die Leser und Betrachter mit auf eine wundervolle Zeitreise. Baden
Baden! Schon das Wort Baden Baden allein assoziiert Bilder von Villen, von Reichtum, von
Luxushotels, von südländischem Lebensgefühl selbst für die Menschen, die
noch nie da gewesen sind. Baden Baden spiegelt uns auch das Bild von
edler Vergangenheit, von Herrschaften mit Reifröcken und Sonnenschirmen,
von Königen und Kaisern, von Zaren, Künstlern und Gelehrten. Edle
Kuranlagen, sowie das legendäre Kurhaus, die Trinkhalle und der Kurpark
ergänzen das Gesamtbild bis heute. Die Ausstrahlung von Eleganz die seit
Jahrhunderten nichts von ihrer Kraft verloren hat, gibt dieser Stadt
ihr Flair und befördert ihre nie aufhörende mystische Anziehungskraft.
Aber wieso? Weshalb ist das bis heute geblieben? Wieso können wir uns
wunderbar vorstellen, wie es ist, mit einem Reifrock
und einem Sonnenschirm an den
Kolonaden zu bummeln? Eine richtige überzeugende Antwort findet man
nicht so leicht. Eigentlich müssen wir auch gar keine rationale
Erklärung haben, warum das Flair über Jahrhunderte erhalten geblieben
ist. Eine Antwort ist immer die Richtige: Baden-Baden, deine Mystik ist
die Eleganz. Barbara Herrmann sagt: Kommen Sie mit und flanieren Sie mit
mir durch die Gegenwart und bewundern Sie die reiche historische
Vergangenheit.
103 Seiten, Gebunden, 82
Farbfotos,
D-24,95 Euro / A-25,70 / sFr 42,70
ISBN 978-3-9813600-1-1Meldung: hnb-verlag - offenes Presseportal 01.06.2010
Quelle:obs/Deutscher Tierschutzbund e.V."

Leitmotto zum Welttierschutztag 2010: "Rettet die
Tierheime!"
Zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. Oktober ruft der Deutsche
Tierschutzbund das Leitmotto "Rettet die Tierheime!" aus. Damit
stellt der Verband die derzeit existenzbedrohende Lage der Tierheime in den
Mittelpunkt. Ein Höhepunkt der Kampagne bildet die am 24. September
stattfindende Kundgebung vor dem Deutschen Bundesrat in Berlin. Der Deutsche
Tierschutzbund wird dort gemeinsam mit den ihm angeschlossenen
Tierschutzvereinen sowie Tierheimen für eine bundesweit einheitliche
Rahmenregelung für die Fundtierkostenerstattung und für einen Finanztopf für
dringend erforderliche Investitionen kämpfen. Mit einem "Offenen
Brief" hatte sich Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes,
an die Mandatsträger auf kommunaler Ebene gewandt, um Unterstützung
einzufordern. Zumindest auf Arbeitsebene finden mittlerweile Gespräche mit den
Spitzenverbänden statt, um an einer Lösung für das Problem zu arbeiten. Aber
das ist bei weitem nicht ausreichend. "Tierheime sind
Tierschutzeinrichtungen. Aber da, wo die Tierheime öffentliche Aufgaben
übertragen bekommen, wie beispielsweise die Fundtierbetreuung, muss die
öffentliche Hand dafür auch kostendeckende Zuschüsse zahlen", stellt
Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, klar. Das
ehrenamtliche Engagement allein kann diese Mammutaufgabe nicht stemmen,
Tierschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, so Apel: "Viele Tierheime
kämpfen um ihre Existenz. Bund, Länder und Kommunen sind hier in der Pflicht.
Zumal der karitative Tierschutz auch als Folge von Gesetzgebung immer mehr
belastet wird." Die Situation der Tierheime ist prekär. Die Folgen der
Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Gesetzgebung, wie z. B. die
Hundeverordnungen der Länder, schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ
nieder. Immer mehr Tiere - vor allem alte und kranke - werden aus finanziellen
Gründen abgegeben, was sich wiederum auf die Vermittlungsdauer auswirkt.
Notwendige Investitionen beispielsweise in neue Hunde- und Katzenhäuser, oder
auch die Sanierung, können nicht realisiert werden.
Meldung: Bonn (ots) Presseprtal:18.08.2010
Quelle:OPS/ Frank Luerweg, Universität Bonn

Dinoforschung: Wer kaut, bleibt klein
Forscher erklären, warum die Langhalssaurier so gigantisch groß werden konnten
Warum konnten die so genannten sauropoden Dinosaurier so viel größer werden
als heutige Landtiere? Eine Forschergruppe unter Leitung der Universität Bonn
scheint dieses Rätsel gelöst zu haben. Ein Schlüssel zum Riesenwuchs war
demnach die jurassische Fast-Food-Kultur: Die Riesendinos kauten ihre Nahrung
nicht, sondern schlangen sie einfach herunter.
Es gibt eine einfache Faustregel: Je größer ein Tier ist, desto mehr Zeit
verbringt es mit Fressen. Elefanten beispielsweise sind rund 18 Stunden täglich
damit beschäftigt, ihren gewaltigen Appetit zu stillen. Daraus ergibt sich ein
schwer zu erklärendes Paradoxon: Die sauropoden Dinosaurier waren nämlich so
groß, dass der Tag 30 Stunden hätte haben müssen, damit sie ihren
Kalorienbedarf decken konnten.
Des Rätsels Lösung könnte sein, dass Riesendinos ihre Nahrung nicht kauten.
Das vermutet zumindest eine internationale Forschergruppe um den Bonner
Paläontologen Professor Dr. Martin Sander in den "Biological Reviews"
(doi: 10.1111/j.1469-185X.2010.00137.x). Kauen hilft, zwar die Nahrung
schneller zu verdauen. Gleichzeitig kostet Kauen aber Zeit.
Außerdem gilt: Wer kaut, braucht einen großen Kopf - schließlich müssen
Mahlzähne und Muskulatur irgendwo untergebracht werden. Die Pflanzen fressenden
Riesendinosaurier hatten jedoch relativ kleine und leichte Schädel. Erst diese
Tatsache ermöglichte ihnen die Ausbildung extrem langer Hälse. Dank dieser Hälse
wiederum mussten sie ihren 80-Tonnen-Körper nicht permanent auf der
Nahrungssuche über die jurassische Savanne wuchten: Sie blieben einfach stehen
und nutzten ihren beweglichen Hals, um die Umgebung abzugrasen.
Der Verdauungsvorgang selbst dürfte bei den Riesendinos aufgrund der
fehlenden Mahlzähne einige Tage gedauert haben. Ihre Mägen waren aber so groß,
dass sie dennoch rund um die Uhr genügend Energie lieferten. Der Stoffwechsel
der gigantischen Tiere war zudem ausgesprochen leistungsfähig. So verfügten sie
über eine erstaunlich ausgefeilte Lunge, die bei weitem effektiver war als die
des Menschen.
Meldung:Bonn (ots) martin. sander uni-bonn.de 11.05.2010
Tierarzneimittel: Kauf bei Versandapotheken ab sofort
erlaubt Versandapotheken erwarten große Nachfrage
Besitzer von Hund, Katz und Co dürfen sich freuen: Ab sofort können sie ihre
apothekenpflichtigen Tierarzneimittel wieder kostengünstig bei zugelassenen,
deutschen Versandapotheken beziehen. Lediglich rezeptpflichtige
Tierarzneimittel und Arzneimittel für Tiere, die der Lebensmittelgewinnung
dienen, dürfen nicht bei Versandapotheken gekauft werden.
Christian Buse, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken
(BVDVA): "Das Urteil freut uns außerordentlich, denn endlich können wir
dem Kundenwunsch nachkommen, auch die Arzneimittel für Haustiere im Versand zu
ordern." Er rechnet vor allem mit einer großen Nachfrage nach Antiparasitika,
also Mittel gegen Zecken, Würmer, Milben und andere Parasiten. "Bisher hat
in diesem Segment kaum Wettbewerb stattgefunden. Durch die Entscheidung des BGH
können Tierhalter nun Arzneimittel für ihre Vierbeiner sicher und kostengünstig
bei Versandapotheken beziehen.
Meldung:Bundesverband Deutscher Versandapotheken Berlin(ots)03.05.2010
Bunte Schokowelt“ von Ritter Sport lockt Berliner
und Touristen„Bunte Schokowelt“ von Ritter Sport lockt Berliner
und Touristen
Waldenbuch/Berlin, im Februar 2010. – Schokolade hat viele Liebhaber und
die „Bunte Schokowelt“ zieht sie magisch an: Berliner und Touristen –
Jung und Alt. Der weltweit erste Flagshipstore von Ritter Sport hat vor
vier Wochen in der Französischen Straße eröffnet und ist ein Renner: An
Werktagen werden bis zu 1.000 Besucher verzeichnet, am Wochenende kommen
sogar bis zu 2.000 Schoko-Fans pro Tag. „Unsere Erwartungen wurden weit
übertroffen. Wir möchten uns für die zahlreichen positiven
Rückmeldungen bedanken. Die Hauptstadt hat uns ein herzliches Willkommen
bereitet“, sagt André Behnisch, Leiter der Bunten Schokowelt. Besonders
beliebt ist die SchokoKreation und der Andrang riesig. In diesem
Bereich haben Gäste die Möglichkeit, sich von einem Chocolatier ihren
individuellen Tafeltraum aus über 25 Zutaten zusammenstellen zu lassen.
„Die Besucher sind begeistert, dass auch ungewöhnliche Kompositionen wie
Mini-Marshmallows mit rosa Pfeffer und Anis in dunkler Schokolade
möglich sind“, so Behnisch. Die Schoko-Spezialisten arbeiten im Akkord,
damit jeder Gast nach nur 30 Minuten Wartezeit seine individuelle Ritter
Sport Sorte mit nach Hause nehmen kann.
Für das schwäbische Familienunternehmen Ritter Sport ist die Eröffnung
der Bunten Schokowelt ein Meilenstein in der fast 100- jährigen
Firmengeschichte. „Wir zeigen, wie faszinierend und vielfältig die Welt
der Schokolade ist. Besucher haben die Möglichkeit, selbst aktiv zu
werden, zu lernen und zu staunen. Und was für uns am wichtigsten ist:
Schoko-Fans können direkt mit Ritter Sport in Kontakt treten und sich
mit uns austauschen. Schließlich wollen wir uns – auch in Zukunft –
stets von unserer Schokoladenseite zeigen“, schmunzelt Behnisch.
Die „Bunte Schokowelt“ in der Französischen Straße 24 in Berlin-Mitte
ist seit dem 15. Januar 2010 täglich geöffnet. Besucher können Montag
bis Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr die
Schokolade-Welt hautnah erleben. Der Eintritt ist frei. Weitere
Informationen gibt es im Internet unter www.ritter-sport.de.
Meldung:offenes-presseportal.de 23.02.2010
80 Jahre Tiefkühlkost
Der Siegeszug einer neuen Angebotsform nimmt seinen Lauf
Es war Donnerstag, der 6. März 1930, als die Bewohner der Kleinstadt
Springfield im US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts zum ersten Mal
verpackte Lebensmittel in tiefgekühlter Form kaufen konnten. Dies war die
Geburtsstunde der Tiefkühlkost. Angeboten wurden Gemüse, Obst und Fisch. Da es
damals noch keine klassischen Tiefkühltruhen oder -schränke gab, bediente man
sich den bereits vorhandenen Eiskremtruhen und nutzte sie im Handel als
Verkaufsgeräte. 80 Jahre später ist das breite Angebot aus den Tiefkühltruhen
des Lebensmittelhandels in der täglichen Ernährung gar nicht mehr wegzudenken.
"Ich bin beeindruckt von dieser Branche, die rund um eine seinerzeit neue
Technologie kontinuierlich gewachsen ist und die Verbrauchsgewohnheiten Schritt
für Schritt umgekrempelt hat", bemerkt Susanne Hofmann, seit Anfang dieses
Jahres Geschäftsführerin des Deutschen Tiefkühlinstituts, über die 80-jährige
Erfolgsgeschichte der Tiefkühlkost.
Als Erfinder
der Tiefkühlkost gilt der Amerikaner Clarence Birdseye, seines Zeichens
Meeresbiologe. Auf seinen Forschungsreisen in den Jahren 1915 bis 1922 nach
Labrador in Neufundland, durfte er immer wieder miterleben, wie die Eskimos die
Kälte und ihren eisigen Lebensraum nutzten, um ihr Hauptnahrungsmittel - den
Fisch - lange haltbar zu machen: Sie froren ihn ein. Dazu hängten sie ihren
frischen Fang oder die gerade erlegte Beute in den eisigen, bis zu minus 45 Grad
Celsius kalten Wind. Binnen kürzester Zeit waren Fisch und Fleisch
tiefgefroren. Die so haltbar gemachten Lebensmittel hielten den ganzen Winter
über und schmeckten nach dem Auftauen auch nach Wochen und Monaten noch genauso
frisch wie gerade gefangen oder erlegt.
Die Idee,
Lebensmittel ohne großen Geschmacks- oder Qualitätsverlust für einen längeren
Zeitraum schonend zu konservieren faszinierte Birdseye sehr. Nun galt es eine
Möglichkeit zu entwickeln, künstliche Kälte zu erzeugen, die - genau wie die natürliche,
arktische Kälte in der kanadischen Provinz Neufundland - Lebensmittel schnell
tiefkühlt. Das ihm dazu zur Verfügung stehende Equipment war mehr als dürftig
und bestand aus sieben Dollar, Eis, Salz und einem Ventilator mit
Elektroantrieb. Aber der Erfindungsreichtum des Naturwissenschaftlers Birdseye
kannte keine Grenzen und so entwickelte er die erste Schockgefrieranlage, die
es ihm ermöglichte, erstmals ganze Fische, Fischfilets, Gemüse, Fleisch und
andere Lebensmittel innerhalb kürzester Zeit gleichzeitig und schonend
tiefzukühlen.
Der Pionier
der 18-Grad-Celsius-Theorie
Erfindungen
von solch immenser Größe und Wichtigkeit sind nicht nur für einen alleine
bestimmt. Das dachte sich auch Clarence Birdseye und sorgte dafür, dass die
neue Angebotsform über den Lebensmittelhandel in die Hände der Verbraucher
gelangte.
Auch die
heute noch allgemeingültige, empfohlene Lager-temperatur von Tiefkühlkost -
minus 18 Grad Celsius - beruht auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen von
Birdseye. Der Meeresbiologe fand heraus, dass sich die Lebensmittel, wenn sie
erst einmal tiefgekühlt waren, bestens bei einer Temperatur von 0 Grad
Fahrenheit aufbewahren ließen. Ab 0 Grad Fahrenheit kommen die Zellaktivitäten
komplett zum Stillstand, die sonst zum Verderb führen würden. Die
Temperaturangabe in Fahrenheit wurde weltweit übernommen und in Grad Celsius
umgerechnet: 0 Grad Fahrenheit entsprechen genau minus 18 Grad Celsius.
Tiefgekühlte
Lebensmittel kommen nach Deutschland
Ein paar
Jahre brauchte die neue Angebotsform noch, um den Sprung über den großen Teich
zu schaffen. Anlässlich der ANUGA 1955, der Allgemeinen Nahrungs- und
Genussmittel-Ausstellung in Köln, fiel der Startschuss für die Tiefkühlkost in
Deutschland. Dort stellten sechs Tiefkühlkostproduzenten ihre Produkte in
Haushaltspackungen den Vertretern des Handels vor. Eine bessere Plattform als
eine internationale Ernährungsmesse konnten sie dafür - zum damaligen Zeitpunkt
- kaum finden.
Bereits ein
Jahr später startete im Rheinland der so genannte "Köln-Bonner-Truhentest".
In der Rhein-Region wurden 400 Truhen aufgestellt, in denen mutige
Lebensmittelhändler ihren Kunden erstmals tiefgekühlte Waren anbieten konnten -
mit durchschlagendem Erfolg.
Lag der
Pro-Kopf-Verbrauch 1960 noch bei durchschnittlich 400 Gramm, so hat sich die
Lust auf das Lebensmittelangebot aus der Kälte fast verhundertfacht: Der
aktuelle Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen an Tiefkühlkost liegt bei sage und
schreibe 39 Kilogramm (2008).
Meldung: Köln (ots) - Deutsches Tiefkühlinstitut e.V. 19.02.2010
Forschern gelingt es, einen Heringskönig zu filmen
Forscher haben es zum ersten Mal geschafft, einen Heringskönig zu filmen.
Der
seltene Tiefseefisch, der bis zu 17 Meter lang werden kann, taucht nur
in "tropischen und gemäßigten Ozeanen" auf. Noch nicht vielen Menschen
ist es gelungen, einen solchen Fisch lebend zu sehen.
Professor
Mark Benfield der Louisiana State University filmte mit seinem Team von
Wissenschaftlern mehrere Minuten den seltenen Heringskönig. siehe YouTube
Quelle:Märkischer Kreis, Öffentlichkeitsarbeit

Drei Jahre und ein Tag auf der Walz: Wandergeselle holt sich KreissiegelIn Kluft und mit Zylinder sprach Wandergeselle Thomas Großer im Lüdenscheider
Kreishaus zünftig bei Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper um das Kreissiegel
vor. Seit Oktober 2007 ist der 21-jährige Steinmetzgeselle aus Doberitz auf der
Walz, arbeitet mal hier mal dort und bewegt sich meist zu Fuß oder per Anhalter
von Ort zu Ort. Öffentliche Verkehrsmittel sind bei der Wanderschaft tabu,
ebenso wie die Übernachtung in Hotels oder Pensionen. "Nur wenn ich mehrere
Wochen bei einem Meister bleibe und dort keine Unterkunft bekomme, kann ich mir
auch ein Zimmer nehmen", erklärt Großer. Sonst heißt die Devise: "Für Reise und
Unterkunft bezahlen wir nicht".
Die Wandergesellen sind daher auf
Gastfreundschaft angewiesen und wissen nie, wo sie abends ihr Lager aufschlagen.
Das kann dann auch schon mal im Vorraum einer Sparkasse oder unter der berühmten
Brücke sein. Das bedeutet aber auch, dass die Gesellen auf der Walz ihrer Zunft
alle Ehre machen und einen vernünftigen Eindruck hinterlassen sollen. Wer auf
Wanderschaft geht, darf daher keine laufenden Verpflichtungen, keine Schulden,
nicht Frau und Kind und auch kein Vorstrafenregister haben. Ein guter Leumund
ist Grundvoraussetzung.
Verpönt ist auf der Reise das Handy. Auch dürfen
die jungen Leute ihrer Heimatstadt nicht zu nahe kommen. Dafür steht ihnen aber
auch die ganze Welt offen. Für den Erfahrungsaustausch mit anderen
Wandergesellen gibt es diverse Treffen. Thomas Großer genießt offensichtlich
seine Freiheit. Er möchte Land und Leute kennen lernen, seinen Horizont
erweitern und bei verschiedenen Meistern neue Techniken und Arbeitsweisen
erlernen. Mindestens noch ein Jahr ist er unterwegs. Da er zu dieser Jahreszeit
im Märkischen Kreis keine Arbeit findet, ist sein nächstes Ziel Spanien. Für den
Weg gab ihm Kreisdirektorin Dienstel-Kümper einen guten Sauerländer Tropfen mit
und spendierte ihm ein Mittagessen.
Meldung:presse-service.deMärkischer Kreis 22.01.20010